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Evangelische Kirche fordert schnellen und gerechten Kohleausstieg bis 2035

Klare Worte zum Kohleausstieg: Während die ökumenischen Klimapilger/innen Kurs von Frankfurt/Oder in Richtung Potsdam und Berlin aufnehmen, erhalten sie weiteren “Rückenwind” von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Diese fasste gestern in ihrer 12. Synode einen Beschluss zum Kohleausstieg in der Energievesorgung:

“Die Synode spricht sich für einen zügigen Ausstieg aus der Kohleverstromung (Braun- und Steinkohle) aus, der der Umsetzung des Pariser Klimaabkommens entspricht und dazu beiträgt, dass die deutschen Klimaziele möglichst zeitnah noch erreicht werden. Dafür müssen kurzfristig die Hälfte der Kohlekraftwerke, vorrangig die ältesten und ineffizientesten, vom Netz genommen werden.”

In dem Beschluss vom 14.11.2018 fordert die Synode einen sozialverträglichen Strukturwandel, der den betroffenen Regionen Perspektiven eröffnet. Hierbei wollen auch die Kirchen aktiv mitarbeiten. Ein sozialverträglicher und versorgungssicherer Kohleausstieg sei bis spätestens 2035 notwendig und möglich.

Abschließend heißt es: “Die betroffenen Standorte und Regionen brauchen langfristige Planungssicherheit, damit sie sich auf die notwendigen Veränderungen einstellen und entsprechende Entwicklungsprozesse einleiten können. Je länger der Beginn des Strukturwandels hinausgezögert wird, umso größer wird die Gefahr, dass die Klimaziele verfehlt werden und es zu sozialunverträglichen Strukturbrüchen kommt.”

Das gesamte Dokument finden Sie hier zum Download.

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