Fürsprache

Schirmherrinnen und Schirmherren

Bischof Dr. Dr. h.c. Markus Dröge (Ev. Kirche
Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz )

„Um unser Klima nachhaltig zu schützen, braucht es ein gutes Konzept für den Ausstieg aus der Kohleverstromung. Die Lausitz-Region ist hier schon wichtige Schritte gegangen. Mit dem Zentrum für Dialog und Wandel begleiten wir den Prozess der Veränderung. Der Klimawandel wird sich nur aufhalten lassen, wenn wir auf eine gerechte Verteilung von Ressourcen und Chancen achten, regional und weltweit.“

Erzbischof Dr. Ludwig Schick (Erzbistum Bamberg)

„Wir Christen bekennen Gott als Vater und Schöpfer des Himmels und der Erde. Er hat uns Menschen die Schöpfung
anvertraut, dass wir sie pflegen und bewahren. Das ist Privileg und Pflicht. Nachhaltig dürfen wir die Gaben
der Erde nutzen, aber sie nicht verbrauchen. Gott hat sie für alle Menschen aller Generationen gegeben.“

Dr. Barbara Hendricks MdB

„Die Frage, wie wir den Klimawandel stoppen können, ist die große Gerechtigkeitsfrage dieses Jahrhunderts. Wir
werden die anderen großen Herausforderungen, den Kampf gegen Krieg und Flucht, gegen Hunger und Armut, nur
bewältigen, wenn wir den Klimawandel stoppen können. Wenn uns die Zukunft unseres Planeten gleichgültig wäre,
dann wären wir auch gleichgültig gegenüber dem Schicksal von Menschen.“

Fürsprechende

Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm
(Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland)

„Was werden die Historiker in 100 Jahren über unsere Generation sagen, wenn unsere Energiegewinnung längst auf regenerativen Energien gegründet sein wird? Ich bin überzeugt davon, dass sie uns auch danach beurteilen werden, was wir dazu beigetragen haben, dass die Zerstörung der Natur überwunden und die Weichen für eine große Transformation hin zu einer naturverträglichen Wirtschaft gestellt worden sind. Als Christinnen und Christen, die wir die Natur als Schöpfung Gottes sehen, sind wir gerufen, Motoren dieser Transformation zu sein.“

 

Dr. Christian Seidel Pilger, Mitglied der Pilgerbasis pilgert von Hagen bis Katowice, Physiker und langjähriger Kommunalpolitiker

„Ich glaube daran, dass viele kleine Schritte von vielen Großes bewegen können. Als Privatmensch und Rentner bin ich frei von Sachzwängen und kann mich ganz für eine nachhaltige Entwicklung einsetzen. Als Großvater möchte ich alles dafür tun, dass meine Enkel noch auf einer Erde leben können, die der heute ähnlich ist. Auch möchte ich nicht von meinen Enkeln gefragt werden, warum hast du nichts getan, obwohl du alles wusstest.“

 

 

Prof. Dr. Claudia Dalbert
(Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft und Energie des Landes Sachsen-Anhalt)

„Klimaschutz ist Lebensschutz. Wir alle tragen die Verantwortung dafür, dass wir unseren Enkelkindern eine lebenswerte und intakte Umwelt hinterlassen und für den Klimaschutz sorgen. Deshalb brauchen wir jetzt den Kohleausstieg. Das ist auch ein Frage der Gerechtigkeit: Unsere schmutzigen Kohlekraftwerke beeinflussen das Klima und tragen zu Extremwetterereignissen in der gesamten Welt bei. Es ist unsere gemeinsame Aufgabe,  die Schöpfung zu bewahren, indem wir unserer ökologischen Verantwortung gerecht werden. Es braucht jetzt aktiven Klimaschutz!“

Jens Knölker, Pilger, Mitglied der Pilgerbasis (pilgert von Bonn bis Katowice mit kurzen Unterbrechungen ca. 1.400 km, Beruf: IT-Dienstleister): „Ich wünsche mir eine gerechtere Welt. Denn nur eine gerechte Welt, kann eine friedliche Welt sein. Gerechtigkeit bedeutet auch Gerechtigkeit für die Menschen in anderen Ländern, die nicht unseren Wohlstand teilen aber von den Folgen unseres oft sorglosen und  verschwenderischen Lebensstils betroffen sind, sowie unseren Nachkommen gegenüber, die sich nicht dagegen wehren können, was wir ihnen hinterlassen. Unser Vergnügen ist bzw. wird ihr Leid sein. Ich wünsche mir eine Welt, die von Weisheit und nicht von Egoismus und plumper Gier regiert wird. Und ich wünsche mir, dass wir endlich aufhören, unsere Umwelt zu zerstören und die Nachwelt ihrer Existenzgrundlage zu berauben.“

 

René Schuster, Bundesvorsitzender des Umweltnetzwerkes GRÜNE LIGA und Mitglied der Umweltgruppe Cottbus

„Noch nie ist jemand zu Fuß durch alle drei deutschen Braunkohlereviere gelaufen. So engagierte Gäste in der Lausitz begrüßen zu dürfen, ist ein Höhepunkt unseres jahrelangen Einsatzes für einen Ausstieg aus der Braunkohle!“

 

 

 

 

Pfarrerin Dr. h. c. Cornelia Füllkrug-Weitzel
(Präsidentin Brot für die Welt)

„Extreme Wetterereignisse und schleichende Klimaveränderungen treiben vor allem Menschen in ärmeren Ländern, in denen Infrastruktur und Anpassungskapazitäten unzureichend sind, in die Flucht.  Diejenigen, die am schlimmsten von den Folgen des Klimawandels betroffen sind und ihre Heimat wegen Überschwemmungen, Dürren oder der Versalzung der Böden verlassen müssen, haben am wenigsten zur Entstehung des Klimawandels beigetragen. Eine engagierte Klimapolitik ist ein Gebot der Gerechtigkeit – und sie ist auch nötig, um zunehmender Vertreibung in Folge des Klimawandels entgegenzuwirken.“ (Foto: Hermann Bredehorst/ Brot fuer die Welt)

Wolfgang Eber (Pilger, Mitglied der Pilgerbasis, pilgert von Bonn nach Katowice über 1.400 km, Vorsitzender des Solar mobil Heidenheim e.V., Wirtschaftsingenieur) „Unsere Generation hat die Pflicht, die Erdüberhitzung zu verhindern. Und sie hat jetzt noch die Möglichkeit dazu. Danach gibt es laut den Forschern so viele selbst verstärkende Erhöhungseffekte, die menschliche Maßnahmen unwirksam werden lassen. Ich will dazu beitragen, das bewusst zu machen. Die Politik hat die Aufgabe, das Notwendige möglich zu machen. Und das Notwendige auf der Welt ist jetzt, schnellstens den CO2-Eintrag in die Atmosphäre drastisch zu senken. Die Politik muss den Mut finden, die notwendigen Maßnahmen gegen mächtige Interessengruppen durchzusetzen und auch den Bürgern zuzumuten, ihren Lebensstil zu ändern und für Ressourcen-Verbrauch mehr zu bezahlen.“

Hannelore Wodtke (Vorsitzende des Umweltausschusses der Stadt Welzow, Mitglied der Kohlekommission

„Wir tagebaubetroffenen Bürger in der Lausitz sind den Klimapilgern dankbar, dass sie auch unsere Sorgen zum Klimagipfel in Katowice mitnehmen. Der Schutz des Weltklimas und der Schutz der Menschen vor Zwangsumsiedlung und Heimatzerstörung gehören zusammen.“

 

 

 

Wolfgang Löbnitz (Pilger, Mitglied der Pilgerbasis, wandert von Düsseldorf bis Katowice rund 1.500 km, Ingenieur und Projektmanager)

„Das Wichtigste am Klimapilgerweg sind die Begegnungen am Wegesrand. Sie zeigen, dass die Menschen in ihrem Denken und Handeln zum Klima schon viel weiter und verantwortungsvoller sind, als die Politiker denken. Es wird Zeit, dass die Politiker was tun für eine enkelgerechte Welt!“

 

 

 

Weihbischof Dr. Matthias Heinrich (Erzbistum Berlin)
„Im Jahr 2015 hat Papst Franziskus seinem vielbeachteten Umwelt-Schreiben „Laudato si“ den Untertitel „Über die Sorge für das gemeinsame Haus“ gegeben – gemeint ist unsere Erde. Das Schreiben ist ein weltweiter Aufruf zu einem gemeinsamen Umdenken über den Umgang mit unserer Schöpfung und ihrer Bewahrung. Papst Franziskus geht noch einen Schritt weiter und nennt das Klima ein „gemeinschaftliches Gut von allen und für alle“. Das heißt im Klartext: Niemand kann sich aus der Verantwortung stehlen.“
Foto: (c) Erzbistum Berlin

 

Dr. Christiane Averbeck
Geschäftsführerin Klima-Allianz Deutschland

„Es geht weiter! Wir lassen nicht locker in unserem Einsatz für eine bessere Welt. Wir wissen: Nachfolgende Generationen werden auf diese Zeit zurückschauen, in der Menschen sich entschlossen haben, einen neuen Weg einzuschlagen, den Weg in eine klimagerechte Zukunft. Wir gehören zu denen, die diesen neuen Weg gehen.“

Foto: (c) Greg McNevin/Europe Beyond Coal

 

 

 

Ilse Junkermann (Landesbischöfin, Evangelische Kirche in Mitteldeutschland)

„Geht doch!“ Das ist eine überlebenswichtige Botschaft geworden: Die Grenzen, die uns Menschen auf der Erde gesetzt sind, bilden einen Schutzraum für ein gutes Leben. So erzählt uns die Bibel in den Schöpfungsgeschichten. Und so erlebt es unsere Generation: Wenn wir diese Grenzen weiter überziehen, zerstören wir die Grundlagen des Lebens. Deshalb brauchen wir dringend eine „Ethik des Genug“, die bewusst Ja sagt zu lebensfreundlichen Begrenzungen!

 

 

Dr. Heiner Wilmer SCJ (Bischof von Hildesheim)

„Blicken wir auf den Zusammenhang von Klimawandel und Hunger in der Welt, wie er in diesen Tagen von der Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) noch einmal beschrieben wurde, unterstreicht dies eindringlich eine Kernforderung von Papst Franziskus, nämlich „die enge Beziehung zwischen den Armen und der Anfälligkeit des Planeten“ (LS 16) wahrzunehmen. Der 3. Ökumenische Pilgerweg für Klima-Gerechtigkeit macht deutlich, dass die Sorge für die Armen nicht zu trennen ist vom Schutz von Natur und Umwelt. In diesem Sinne spornt er uns an zu handeln für eine lebensfreundliche Welt – uns als Gesellschaft in Niedersachsen, als Kirche im Bistum Hildesheim, als Christinnen und Christen, als Menschen guten Willens.“

 

Präses Annette Kurschus (Ev. Kirche von Westfalen)

„Ich freue mich, dass auch 2018 der ökumenische Pilgerweg für Klimagerechtigkeit wieder durch das Gebiet der Evangelischen Kirche von Westfalen führen wird, und begrüße all die Menschen, die ihre Freude am Pilgern mit dem Engagement für den weltweiten Klimaschutz verbinden. Möge ihr Anliegen unterwegs und in Katowice, Polen bei der UN-Klimakonferenz Gehör finden.“

Erzbischof Dr. Stefan Heße
(Erzbistum Hamburg, Sonderbeauftragter für Flüchtlingsfragen der Deutschen Bischofskonferenz)

„Der Klimawandel ist eine Ursache für die wachsende Zahl der Flüchtlinge in vielen Regionen der Welt. Klimaschutz gehört zur nachhaltigen Bekämpfung von Fluchtursachen. Im Einsatz für die Schöpfung und für eine gerechte Nutzung der Ressourcen nehmen wir Verantwortung wahr für unsere Mitmenschen und Mitgeschöpfe weltweit. Schöpfungsverantwortung bedeutet Engagement für den Erhalt der Lebensgrundlagen aller, insbesondere für die Verbesserung der Lebensbedingungen der benachteiligten Menschen.“

Prälat Dr. Klaus Krämer
(Präsident Kindermissionswerk ,Die Sternsinger`)

Das Kindermissionswerk ,Die Sternsinger` setzt sich für eine generationengerechte Klimaschutzpolitik ein. Wir teilen unsere Erde mit 7,4 Milliarden Menschen. Wir sehen, dass es der Erde und vielen Menschen auf ihr nicht gut geht. Ein großer Teil von ihnen lebt in Armut. Wir wollen, dass das nicht so bleibt – auch weil es um die Zukunft vieler junger Menschen geht. Gemeinsam mit anderen machen wir uns auf den Weg hin zu mehr Gerechtigkeit und Verantwortung im Klimaschutz.

 

 

Erzbischof Hans-Josef Becker (Erzbistum Paderborn)

„Der Ökumenische Pilgerweg ist eine Anregung, sich mit der Verantwortung für die Schöpfung auseinander zu setzen und durch eigenes Handeln zur Begrenzung der Klimaveränderung beizutragen. Dem damit verbundenen Aufruf schließe ich mich gerne an. Herzlich sind Sie eingeladen, mitzupilgern, sich bei den Veranstaltungen und Andachten auf dem Klimapilgerweg zwischen Hagen und Bad Pyrmont zu beteiligen und zum Aktionstag am 26. September nach Paderborn zu kommen.“

 

Landessuperintendent Dietmar Arends (Lippische Landeskirche)

„Klimaschutz ist eine Frage der Schöpfungsverantwortung und zugleich eine Frage der Gerechtigkeit. Im biblischen Sinne bedeutet dies, dass Menschen das bekommen, was sie zum Leben brauchen. Dies wird im Blick auf den Klimawandel geradezu ins Gegenteil verkehrt. Am stärksten betroffen von den Auswirkungen des Klimawandels sind häufig gerade diejenigen, die am wenigsten zu seiner Verursachung beitragen. Unser Engagement geschieht in dem Wissen, dass uns Gottes Geist zur Umkehr bewegt und zur Übernahme von Verantwortung ermutigt. Mit der Beteiligung am Klimapilgerweg tragen alle Pilgerinnen und Pilger zu einem Bewusstseinswandel bei und leisten durch glaubwürdiges Handeln beim Klimaschutz einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag.“

 

Ravinder Salooja (Direktor Evangelisch-Lutherisches Missionswerk Leipzig e.V.)

„In Bezug auf das Thema Nachhaltigkeit hat mich der Gedanke einer ‚greed-line‘, einer ‚Völligkeitsgrenze‘, die in der internationalen kirchlichen Diskussion entstanden ist, inspiriert: Wann ist ‚genug‘ nicht nur genug, sondern schlichtweg über ein maßlos-unanständiges ‚zu viel‘? Durch meine Tätigkeit im Kontext der weltweiten Kirche werden mir die Fragen der Schöpfungsverantwortung immer drängender, und ich suche neben den politisch notwendigen Regelungen für die große Transformation nach Wegen, die jeder und jede einzelne gehen kann und muss. Ich habe die Vorstellung, dass der Pilgerweg für Klimagerechtigkeit uns unseren Kopf öffnet für Gedanken und Ideen.“

 

Sigrid Berggren (Pilgerin, Organistin der Ev.-Luth. Kirchengemeinde in Kristianstad, Schweden)
„ Ever since I was a child I’ve tried to live in harmony with nature. This has lead me to many odd decisions and choices in my everyday-life. Sometimes you then feel lonely in the grief over a development that goes backwards. To get the opportunity to take part in the „Klimapilgerweg?“ to Katowice and share your hope with others is encouraging. I took part in the walk to Paris 2015 and enjoyed the fact that so many people already practiced the way of living that very soon will be necessary for all mankind. I have children and grandchildren and big fear for the future they will have to meet. To walk in faith and hope for our coming days – that is what I look forward to!“

 

Dr. Martin Kühne (Stadtverordneter der Fraktion Bündnis90/Die Grünen, Cottbus)

„Als südbrandenburgischer Kommunalpolitiker lebe ich beim Thema Klimaschutz in einem enormen Spannungsfeld: Da ist einerseits meine fortwährende Hoffnung, dass endlich die festgefahrenen Gleise einer raumgreifenden  und klimaschädlichen Braunkohle-Wirtschaft  verlassen werden können. Andererseits nehme ich auch die Ängste und Unsicherheiten wahr, die mit dem dafür notwendigen Strukturwandel in der Lausitz verbunden werden. Allerdings trifft es auf meinen entschiedenen Widerstand, wenn mit ständig neuen Ausflüchten die jahrelang betriebenen Verzögerungen beim Einstieg in den Ausstieg aus der Braunkohle fortgesetzt werden sollen. Der Blick über den Tellerrand zeigt: Wir haben hier keine Wahl mehr. Es darf angesichts der weltweiten katastrophalen Folgen des Klimawandels kein „weiter so“ geben!“

Katarina Ridderstedt (Pilgerin, Rhytmuslehrerin und Musikerin, St.Pauli Kirche, Malmö)

„To walk for Climate Justice is something I have to do. To let action and word become one! I have, since I wrote that essay in secondary school about the rainforest in the Amazon, had a strong feeling  „to do something“. Since then I have had the benefit of going abroad with the Church of Sweden to the suburbs in Costa Rica, to the Climate Conference Rio +20 in Brazil, and to work at the church’s Children’s Home, School and University in North-Eastern of Tanzania. I wish that my faith will make a difference.“

 

 

Prof. Dr. Dr. Felix Ekardt (Forschungsstelle Nachhaltigkeit und Klimapolitik und BUND)

„Braunkohle ist der volkswirtschaftlich mit Abstand teuerste Energieträger, wenn man Gesundheits- und Klimafolgekosten mitbedenkt. Und Artikel 2 des Pariser Klimaabkommens verlangt mit der 1,5-Grad-Temperaturgrenze letztlich null fossile Brennstoffe weltweit und in allen Sektoren (Strom, Wärme, Mobilität, Agrar, Kunststoffe) in zwei Dekaden. Deutschland und die EU sind gemessen daran alles andere als Klimavorreiter.“

 

Dr. Christian Stäblein
(Propst der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Stellvertreter des Bischofs)

„Jetzt im Herbst, wenn es in der Küche nach Pflaumenkuchen duftet, da kann ich sie sogar schmecken: Gottes Schöpfung. Dass sie uns erhält und das Leben auf diesem Planeten, das ist uns geschenkt, es ist ein Segen. Und es ist unsere Verantwortung, unser Auftrag, sie zu bewahren. Damit dieses Geschenk auch unseren Kindern zugutekommt. Höchste Zeit also für den Weg hin zu mehr Schöpfungsverantwortung, höchste Zeit für den 3. Ökumenischen Pilgerweg für Klimagerechtigkeit.“

 

Pfarrer Jens Sannig  (Superintendent des Kirchenkreises Jülich im Rheinischen Braunkohlerevier)

„Ein Ende des Braunkohleabbaus muss beschlossen werden. Heute. Nicht erst in 15 oder 20 Jahren. Die sinnlose Zerstörung von Heimat und Kulturlandschaft muss gestoppt werden. Ein Strukturwandel für die Region, mit guter Arbeit für die Zukunft, als Innovationsregion für Nachhaltigkeit und technologische Entwicklungen für den Klimaschutz, wäre der angemessene Beitrag für eine Große Transformation hin zu einer klimagerechten Gesellschaft.  Der Hambacher Wald soll bewahrt werden als ein Symbol werden für das Klimaabkommen von Paris. Bewahrt als ein Zeichen: Wir haben verstanden. Bewahrt als ein Zeichen für die Vernunft des Menschen, die über seine Unvernunft siegt.

Prof. Dr. Reinhard Loske (Universität Witten/Herdecke, Fakultät Kulturreflexion, Bereich Nachhaltigkeit und Transformationsdynamik)

„Gerechtigkeit zwischen den heute Lebenden, Gerechtigkeit gegenüber zukünftigen Generationen und auch Gerechtigkeit gegenüber der nicht-menschlichen Kreatur, das alles bei Einhaltung der planetaren Grenzen. Das ist für mich Klimagerechtigkeit. Die zu erreichen, ist schwer, sogar sehr schwer, aber eine humane Alternative dazu gibt es nicht. “

 

Dr. Judith C. Enders Poltikwisenschaftlerin (Forschung zur Klimapolitik)

„Im Klimawandel kumulieren die großen Herausforderungen der Zukunft. Es geht um nicht weniger als die Existenz der Menschheit. Beispiele sind globale Themen wie Ernährung, Gesundheit, Migration, Sicherheit – kurz lebenswerte Bedingungen für alle. Vermeidung von Klimawandel durch Lebensstiländerung steht im Zentrum – nicht nur die Anpassung seine Auswirkungen. “

 

 

 

Die Fürsprachen werden im Laufe des Weges erweitert.