Mobilität neu denken: nachhaltige Verkehrspolitik und persönliche Entscheidung

Di, 29. Sep. 2020 von 18:00 bis 20:00 h


Referent:

Dipl.-Geogr. Ulrich Jansen
Dipl.-Geogr. Ulrich Jansen

Dipl.-Geogr. Ulrich Jansen, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH

Mobilität ist eine der Grundvoraussetzung für die Teilhabe am öffentlichen und sozialen Leben: Mobil sein zu können ermöglicht den Zugang zum Arbeitsmarkt, die Erreichbarkeit von Einkaufs-, Dienstleistungs- und Freizeitangeboten, den Zugang zu medizinischer Versorgung, zu kulturelleren Einrichtungen und nicht zuletzt sichert Mobilität die Pflege sozialer Kontakte. Steigende Mobilitätskosten schränken den Zugang zum Verkehrssystem jedoch für viele Personengruppen ein. Betroffen sind insbesondere Menschen mit geringerem Einkommen, alleinerziehende Eltern, mobilitätseingeschränkte Personen sowie Migrantinnen und Migranten.

Die negativen Auswirkungen insbesondere des motorisierten Verkehrs auf Umwelt und Klima werden zudem auch immer deutlicher und zeigen die Notwendigkeit einer Mobilitätswende hin zu einem nachhaltigeren Mobilitätssystem. Problematisch ist der Verkehrssektor in Deutschland vor allem vor dem Hintergrund der von ihm verursachten CO2-Emissionen. Während in nahezu allen anderen Verbrauchssektoren in der jüngeren Vergangenheit eine Minderung der CO2-Emissionen erreicht werden konnte, ist dies dem Mobilitätssektor bisher nicht gelungen. Hinzu kommen die Emissionen von Luftschadstoffen und Lärm, die Gefährdung insbesondere der nicht-motorisierten Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer durch Unfälle sowie der hohe Flächenverbrauch für den fließenden und ruhenden Verkehr.

Der Beitrag wird die zentralen Strategien zur Förderung einer nachhaltigeren Mobilität vorstellen und aufzeigen, welche Handlungsmöglichkeiten auf Bundes-, Landes-, regionaler und kommunaler Ebene zur Etablierung nachhaltiger Mobilitätsangebote bestehen. Zudem werden in der Praxis bewährte gute Beispiel vorgestellt, wie es in Großstädten bis hin zu ländlichen Regionen in Deutschland gelungen ist, tragfähige Alternativen zur Automobilität zu etablieren und dauerhaft sicherzustellen. Auch den Kirchen mit ihren vielfältigen Einrichtungen bieten sich hier viele Ansätze, nachhaltige Mobilität zu fördern und selbst nachhaltiger unterwegs zu sein. Zuletzt liegt es auch in der Verantwortlichkeit jedes und jeder Einzelnen, Alternativen zum eigenen Auto stärker zu nutzen.

Über Dipl.-Geogr. Ulrich Jansen

Ulrich Jansen ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsbereich Mobilität und Verkehrspolitik der Forschungsgruppe Energie-, Verkehrs- und Klimapolitik. Er hat Geographie, Städtebau und Bodenkunde an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn studiert. Ulrich Jansen arbeitete von 2003 bis 2004 beim Büro für Stadt- und Verkehrsplanung (BSV) in Aachen und von 2004 bis 2007 in der Bundesgeschäftsstelle  des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) in Bonn und Berlin. Seit 2007 ist Ulrich Jansen beim Wuppertal Institut. Die Schwerpunkte seiner Tätigkeit liegen in der Entwicklung des ÖPNV, Rad- und Fußverkehrs in städtischen und ländlichen Räumen, in den Verkehrsaspekten kommunaler und regionaler Klimaschutzkonzepte und der Förderung der Elektromobilität auf kommunaler und regionaler Ebene.

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