Ökumenischer Pilgerweg für Klimagerechtigkeit endet nach gut 2 Wochen Marsch von Münster über Kirchentag in Dortmund nach Bonn
Sie laufen seit Mitte Juni durch NRW für Klimagerechtigkeit: Rund 30 Langzeitpilger plus zahlreiche Tagespilger haben sich am 16.6.2019 in Münster auf den Weg zum 4. Ökumenischen Pilgerweg für Klimagerechtigkeit gemacht.
Nun sind sie trotz der großen Hitze gut am Ziel angelangt und werden morgen früh zur Übergabe der Petition des Kirchentags im Bundesumweltministerium sein. Sie übergeben die Petition ab 9:30 an Ministerialdirigent Berthold Goeke, Leiter der Unterabteilung Klimaschutzpolitik im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Dabei werden die Dauerpilger Christian Seidel, Wolfgang Eber, Jens Knölker u. a. über ihre Forderungen und ihren Weg berichten.
Sie übergeben eine Resolution des Deutschen Evangelischen Kirchentags in Dortmund (DEKT). Der Kirchentag hatte am Freitag vor einer Woche mit 98 Prozent und damit mit großer Mehrheit der Stimmen die von den Klimapilgern eingebrachte Resolution zu Klimagerechtigkeit verabschiedet.
Unter dem Titel „Die Ziele des Pariser Klimaabkommens konsequent umsetzen“ richten sie sowohl Forderungen an die Politik, als auch an die Kirchen. So rufen die Pilger/innen die Evangelische Kirche in Deutschland sowie alle Landeskirchen und Gemeinden auf, Gemeinden zu Orten des Aufbruchs zu machen, wo Klimaschutz und Nachhaltigkeit im Alltag Schritt für Schritt umgesetzt werden und betonen, dass dies nicht nur technische und politische Fragen seien, sondern dass es ohne Verzicht nicht möglich sei.
Von der Politik fordern sie noch 2019 ein strenges Klimaschutzgesetz zur Einhaltung des 1,5-Grad-Zieles, die Bepreisung aller Treibhausgasemissionen, den sozial-verträglichen Abbau aller umwelt- und klimaschädlichen Subventionen und die Aufstockung der internationalen Klimaschutz- und Entschädigungsfinanzierung.
„Die 98 Prozent Zustimmung sind ein starkes Signal des Kirchentags an Politik und Kirche, dass wir jetzt gemeinsam handeln können und müssen“, betont Monika Schell vom Ökumenischen Netzwerk Klimagerechtigkeit, welches die Resolution gemeinsam mit den Klimapilgern beim DEKT eingebracht hat. Die Abstimmung erfolgte vergangenen Freitag im Rahmen der Veranstaltung „Von der Kohle zur Sonne. Weichenstellungen in der Energie- und Klimapolitik. Klimapolitik – Quo vadis?“ im Beisein von Bundesumweltministerin Svenja Schulze.
Die Resolution im Original-Wortlaut findet sich hier: https://dxz7zkp528hul.cloudfront.net/production/htdocs/fileadmin/dateien/Resolutionen/DEKT37_Resolution_Die_Ziele_des_Pariser_Klimaabkommens_konsequent_umsetzen.pdf

