Umweltministerin Dalbert: “Klimapilger geben den Ungehörten eine Stimme”

Nach 841 Kilometern und über einem Monat auf dem Ökumenischen Pilgerweg für Klimagerechtigkeit quer durch Deutschland feierten die Klimapilger*innen heute in Halle ihr “Bergfest”. Grund genug, mit zahlreichen Gästen zu feiern und auf das Erreichte zu schauen.

Dabei berichtete die Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft und Energie in Sachsen-Anhalt, Prof. Dr. Claudia Dalbert von der schon heute nachweisbaren Erwärmung der Region Halle von bis zu 1,7 Grad (im Harz). Sie würdigte das Engagement der Klimapilger*innen für Klimagerechtigkeit: “Sie geben den Ungehörten eine Stimme”. Neben der Ministerin sprach Dr. Benno Hain vom Umweltbundesamt über “Stolpersteine auf dem Weg zur Energiewende” und warum Deutschland seine Klimaziele überwiegend nicht erreichen wird.

Bei der Feier in den Räumen der Reformierten Domgemeinde vom Katholischen Frauenbund wurden die Klimapilger*innen darüber hinaus von Dr. Friederike Maier (Ordinariatsrätin, Bistum Magdeburg), Dr. Marquardt (Beigeordnete der Stadt Halle, Kultur und Sport), Dr. Hans-Joachim Döring (Umweltbeauftragter der EKM und Beauftragter für den kirchlichen Entwicklungsdienst) sowie von der Gemeinde herzlich begrüßt.  

Mehr zum Aufenthalt in Halle können Sie hier nachlesen in einem ausführlichen Bericht von Halle Spektrum.

Während ihres Aufenthalts in Halle beteiligten sich die Pilger*innen unter anderem an einer Unterschriftenlistenaktion gegen die Fällung der Linden am Riveufer in Halle.

Fotos: (c) Pilgerweg für Klimagerechtigkeit 2018

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Schon 13.000 Kilometer für Klimagerechtigkeit

Knapp einen Monat nach ihrem Start in Bonn haben die Klimapilger schon 13.000 Kilometer “unter den Füßen”. Insgesamt 777 Teilnehmer/innen hatten die einzelnen Tagesetappen insgesamt*, darunter auch 250 Grundschüler, zahlreiche Pfarrer/innen und Pastor/innen und auch vierbeinige Begleiter wie Lamas und Hunde. Auf ihrem rund drei Monate andauernden und 78 Tagesetappen umfassenden Weg sind täglich kleine und große Veranstaltungen, Andachten, Aktionstage und Demonstrationen geplant.

*Summe der Tagespilgerzahlen/Mehrtagespilger werden mehrfach gezählt

Bild: Klimapilger/innen auf dem Weg von Jeinsen nach Hannover, Etappe 25 (c) Pilgerweg für Klimagerechtigkeit

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Pilger trotzen Wind und Regen und tanken Energie im Umweltzentrum

Der dritte Regentag brachte den 26 Pilgern, die heute unbeirrt von Springe nach Jeinsen aufbrachen auch noch heftigen Gegenwind – und das von morgens bis abends. Dennoch hielt die Mehrheit durch und lief die gesamten 26 Kilometer zu Fuß. Und das hat sich gelohnt, denn auf dem Weg lag mit dem Energie- und Umweltzentrum am Deister nicht nur eine gute Aufwärm- und Versorgungsstation. Hier “tankten” die Pilger  zudem viele interessante Informationen rund um Klima und nachhaltiges Bauen.

Das Energie- und Umweltzentrum (e.u.[z.]) am Deister arbeitet seit seiner Gründung im Jahr 1981 in den Themenfeldern energieeffizientes und
ressourcenschonendes Bauen, intelligente Energienutzung sowie erneuerbare Energien. Architekten, Energieberater, Planer und ausführende Handwerker können sich anhand der zahlreichen Demonstrationsobjekte, bei individueller Beratung und vor allem in den Seminaren und Tagungen des e.u.[z.] Wissen zum nachhaltigen und energieeffizienten Bauen und Modernisieren aneignen. Zudem bieten die e.u.[z.]-Experten Energie-Coaching-Programme zur intelligenten Energienutzung an Schulen und
in Verwaltungen an. Das e.u.[z.] beherbergt das Regionale Umweltbildungszentrum (RUZ) und unterbreitet viele Angebote zum naturnahen Lernen.
Fotos: (c) Pilgerweg für Klimagerechtigkeit
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