Zwei Lamas öffnen die Herzen: Tierische Verstärkung für die Klimapilger

Iska und Luna sind ausdauernd, neugierig und gelassen – und haben jeweils vier Beine. Die beiden Lamas verstärken nicht nur die Klimapilger, sondern auch ihre “Öffentlichkeitsarbeit”. So haben sich die kuscheligen Tiere heute auf der 25 Kilometer weiten Strecke zwischen Paderborn und Bad Driburg als wahre “Tür- und Herzöffner” erwiesen für gute Gespräche am Wegesrand.

Begleitet werden die beiden Lama-Stuten von Pfarrerin Ulrike Schaich aus Nürtingen. Sie hat viel Erfahrung mit der artgerechten Haltung von Lamas und bietet regelmäßig geführte Wanderungen mit ihnen an. Die von den Kamelen abstammenden, wanderfreudigen Tiere sind nicht nur perfekt geeignet, um über die Themen des Klimapilgerns ins Gespräch zu kommen. Wer mit einem Tier wandert, der gewinnt auch wie von selbst einen anderen Blick auf die Schöpfung und Respekt vor ihren Geschöpfen. Zudem geht es beim Pilgern um Ruhe, Gelassenheit, Meditation und Vertrauen – da sind die entspannten Lama-Damen genau die richtigen Begleiterinnen. Ulrike Schaich weiß das und hofft, dass Iska und Luna möglichst viele Menschen zum Nachdenken über einen nachhaltigen Lebensstil anregen. Sie selbst ist rund um die Uhr für ihre beiden “Türöffner” da, sogar nachts, wenn sie zwischen ihnen auf der Wiese übernachtet, selbst bei klirrendem Bodenfrost.

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225 Grundschulkinder pilgern mit fürs Klima / 2.400 Kilometer an einem Tag

Insgesamt 2.451 gelaufene Kilometer an einem Tag? Das geht nur mit “laufkräftiger” Unterstützung – und davon hatten die Klimapilger heute jede Menge:

Insgesamt 225 Grundschulkinder und eine 12. Klasse sorgten für jede Menge frischen Rückenwind für die Pilgerinnen und Pilger.  Sie kamen von den Grundschulen in Scharmede und Borchen sowie von der St. Michaelsschule Paderborn. Die Grundschulkinder trugen selbst gebastelte Klimapilger-Anstecker mit ihrem Namen und hielten gut mit: Über 100 schafften es bis zur Mittagsstation! Hier stärkten sich kleine und große Pilger/innen dankbar mit “Kartoffelpizzas” der St. Georg Pfadfinder.

Besonders “stärkend” war zudem die geistige Nahrung – die Gespräche auf dem Weg: “Warum macht ihr das? Was können wir für das Klima tun? Was ist Klimagerechtigkeit? Was hat das mit der Kirche zu tun?” Auf diese Fragen waren die Kinder nicht nur neugierig, sondern hatten sich auch schon auf das Thema vorbereitet. Besonders intensiv war das bei den Jugendlichen der 12. Klasse zu spüren – denn diese haben sich im Leistungskurs Geographie mit dem Thema Klimagerechtigkeit auseinandergesetzt. Bei soviel Gesprächsstoff war es kein Wunder, dass die Mehrheit über 15 Kilometer durchhielt – und insgesamt 35 sogar die Gesamtstrecke von 23,6 Kilometern. Respekt!

“Solche Erlebnisse sind es, die uns nach vergleichsweise öden Tagen wieder aufbauen und uns gerne noch 1.000 km weiter gehen lassen”, freut sich Langzeitpilger Wolfgang Eber. Schließlich waren die Pilger am Vortag allein durch kalten Regen gelaufen und konnten diesen neuen Energieschub gut gebrauchen.

Daher an dieser Stelle ein großes Dankeschön an die Kinder, ihre Lehrer und die Schule für dieses wunderbare Miteinander im Sinne der Klimagerechtigkeit!

Fotos: (c) Pilgerweg für Klimagerechtigkeit

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Mut zu Veränderung: “Festgottesdienst mit Präses Annette Kurschus in Soest

Um Mut zu Veränderung und Umkehr ging es in der Predigt von Präses Annette Kurschus am Sonntag (23. September) in der Soester Wiesenkirche. In ihrer Predigt begrüßte die leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) die Pilger/innen und dankte ihnen für den weiten und anstrengenden Weg, den sie „stellvertretend für uns alle“ gehen, denn die Art, wie Menschen heute leben und wirtschaften, bedrohe die gesamte Schöpfung.

 

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Erzbischof Hans-Josef Becker feiert Andacht mit den Klimapilger/innen

Erzbischof Hans-Josef Becker feierte am Mittwoch eine Andacht mit den Klimapilgerinnen und -pilgern  in der evangelischen Kirche in Hagen-Haspe. Zuvor hatte er sie bei ihrer Ankunft herzlich im Erzbistum Paderborn begrüßt. Die Pilger/innen für Klimagerechtigkeit kamen auf ihrer  11. Etappe von Wuppertal aus nach Hagen.

Im Bild: Erzbischof Hans-Josef Becker (vorne Mitte), Dechant Dr. Norbert Bathen (1.v.r), Christian Meier vom Erzbischöflichen Generalvikariat (1.v.l.) sowie Pfarrer Jürgen Scheer von der Evangelisch Lutherischen Kirchengemeinde Haspe (2.v.l.).

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