Unsere Forderungen

„Wofür pilgern wir eigentlich?“, diese Frage wurde in den letzten Monaten in Gesprächen unserer Etappen-Verantwortlichen, sowie in unserem Träger- und Lenkungskreis gestellt. Worum geht’s uns, wenn wir uns für ein gerechtes Klimaabkommen bei der 21. Weltklimakonferenz einsetzen?

Nach Beratungen im internationalen Netzwerk der Pilgerwege haben wir Grundbotschaften vereinbart, die wir nun jeweils in den nationalen Kontexten umsetzen. Das Ergebnis, das Träger- und Lenkungskreis erarbeitet haben, steht nun hier zur Verfügung.

 

Klimagerechtigkeit muss Leitlinie des Klima-Abkommens von Paris sein!

Forderungen der Aktion „Geht doch! Ökumenischer Pilgerweg für Klimagerechtigkeit“ an die Vertragspartner der Klimarahmenkonvention

Mit der Aktion „Geht doch! Ökumenischer Pilgerweg für Klimagerechtigkeit“ bestärken wir Sie als Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger bei den internationalen Klimaverhandlungen, eine neue und weitreichende Strategie für Klimagerechtigkeit zu entwickeln und umgehend mit deren Umsetzung zu beginnen.

Wir fordern von Ihnen, als politisch Verantwortliche in aller Welt:

Ein rechtlich verbindliches und faires Klimaabkommen – jetzt!
Wir fordern ein rechtlich verbindliches, faires Klimaabkommen, das ab 2020 das Kyoto-Protokoll ablöst: Tun Sie alles, was in Ihrer Macht steht, damit alle Staaten entsprechend ihrer Möglichkeiten zur Reduktion von Treibhausgasen beitragen, und gehen Sie selbst mit gutem Beispiel voran.

Gerechte, ehrgeizige und dauerhafte Klimaschutzmaßnahmen
Vereinbaren Sie auf nationaler und internationaler Ebene gerechte, weitreichende und dauerhafte Klimaschutzmaßnahmen, die den Klimawandel stoppen und die globale Erderwärmung deutlich unter 2 Grad Celsius halten können. Wir brauchen dafür ein Abkommen mit einer langfristigen Zielaussage, die einen Ausstieg aus der Nutzung fossiler Energieträger und eine Zukunft mit 100% erneuerbaren Energien vorsieht.

Eine deutliche Erhöhung der finanziellen Mittel für Anpassung und Klimaschutz Vereinbaren Sie eine deutliche Erhöhung der finanziellen Mittel für notwendige Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel, für durch ihn hervorgerufene Verluste und Schäden und für die Unterstützung einer nachhaltigen, kohlenstoffarmen Entwicklung für die Menschen, die in den besonders vom Klimawandel betroffenen Ländern in Armut leben.

Als christliche Organisationen laden wir religiös motivierte Pilger und Pilgerinnen und alle, die sich für Klimagerechtigkeit auf den Weg machen wollen, ein gemeinsam mit Menschen aus verschiedenen Ländern Europas und von allen Kontinenten zur 21. Weltklimakonferenz nach Paris zu pilgern. Wir sind besorgt über den immer stärker spürbarer werdenden Klimawandel, der vor allem die Menschen im globalen Süden trifft. Hierin sehen wir eine fundamentale ethische Herausforderung der heute lebenden Generationen. Unser Wirtschaftsmodell und unser Lebensstil im globalen Norden haben erheblich dazu beigetragen, dass Treibhausgase die Atmosphäre immer weiter belasten.

Wir verstehen den Ökumenischen Pilgerweg als Einladung an alle, sich mit der Verantwortung für die Schöpfung auseinander zu setzen: Wir besuchen auf dem Weg viele gute Beispiele für den Klimaschutz, aber wir pilgern auch zu Orten, die daran erinnern, dass ein klimafreundlicher, zukunftsfähiger Weg erst noch gefunden werden muss.

Wir sind überzeugt, dass mit der gemeinsamen Anstrengung aller Menschen, die globale Erwärmung begrenzt und eine gerechte Welt gestaltet werden kann. Wir sind dazu bereit, nicht zuletzt, indem wir uns um einen solidarischen und nachhaltigen Lebensstil bemühen.

Gehen Sie mit!

Unsere Forderungen zum Download finden Sie hier.

Der Trägerkreis der Aktion „Geht doch! Ökumenischer Pilgerweg für Klimagerechtigkeit“

Bischöfliche Aktion Adveniat, Arbeitsgemeinschaft der Umweltbeauftragten der deutschen (Erz-)Diözesen, Arbeitsgemeinschaft der Umweltbeauftragten der evangelischen Landeskirchen, Brot für die Welt, Bund der Deutschen Katholischen Jugend, Deutsche Ordensobernkonferenz, Diözese Münster, Diözese Speyer, Entwicklungspolitische Klimaplattform der Kirchen, Entwicklungsdienste und Missionswerke, Evangelische Kirche im Rheinland, Evangelische Kirche in Deutschland, Evangelische Kirche von Westfalen, Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland, Evangelisch-methodistische Kirche, Kindermissionswerk „Die Sternsinger“, Bischöfliches Hilfswerk Misereor, Vereinte Evangelische Mission, Zentralkomitee der deutschen Katholiken, Zentrum für Mission und Ökumene – Nordkirche weltweit