Hamburg, 27.9. – Elbquerung bei strahlendem Sonnenschein

Nach dem umfangreichen Programm in Hamburg-Blankenese (Filmabend, Klimafrühstück, Info-Abend mit Musik Klassik meets Klima mit KlimazeugInnen, Gottesdiensten) wurden die PilgerInnen mit Prozession und bunter Schiffsparade über die Elbe verabschiedet. Verbunden war der Pilgerweg in Hamburg mit dem bundesweiten Klima-Aktionstag, den die Klima-Allianz Deutschland veranstaltet. Der Klima-Aktionstag war Teil eines weltweiten Aktionstages für den Klimaschutz – dem Global Day of Action. Weltweit forderten Menschen unter dem Motto „Klimaschutz: Vorangehen!“ den Übergang von der fossilen Energieversorgung aus Kohle, Öl und Gas hin zu 100 Prozent Erneuerbaren Energien. In ganz Deutschland zeigten Organisationen, Verbände und Aktive mit verschiedenen Aktionen und Veranstaltungen ihr Engagement für den Klimaschutz. In Hamburg empfingen Greenpeace und die Klima-Allianz Deutschland den Ökumenischen Pilgerweg für Klimagerechtigkeit auf seinem Weg zu den internationalen Klimaverhandlungen in Paris. Die Klimaaktivisten formten ein Menschenbild in Form eines Windrades und setzten ein klares Zeichen für erneuerbare Energien. Anschließend wurden die Klimapilger mit einer Schiffsparade über die Elbe an das andere Ufer begleitet. Etwa 10 Boote beteiligten sich an der Überfahrt. Am Mast eines alten Traditionsseglers wehte das Motto der Aktion: „Klimaschutz braucht Rückenwind“.

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22. September, Station in Alveslohe

Begruessungskommitee

„Es war so schön, in der Sonne am Ortsschild anzukommen und nicht nur vom Bürgermeister, sondern von mehreren Vertretern der Gemeinde begrüßt zu werden!“ So bedankten die Pilgernden sich während des Kaffeetrinkens zum Empfang im Alvesloher Gemeindehaus. Sie erfreuten sich ganz besonders an den vielen gespendeten Kuchen.

AnkunftPilger

Die Pilgernden sind zu Moorexperten geworden, da gleich vier Etappen durch Moorgebiete führten, und trafen täglich eine Fülle an Menschen, Mahlzeiten und Eindrücken, wie ein Pilger, der von Flensburg bis Paris wandern wird, in der gut besuchten Andacht berichtete.

200 der 1480 Kilometer lagen am Dienstag hinter der Gruppe. Wie auf dem ganzen Weg kamen in der Alvesloher Kirche Spiritualität und politische Stellungnahme zusammen in Gesängen, Gebeten, Schweigen und Berichten der Einheimischen und der Pilgernden.

Propst Kurt Riecke war zusammen mit 28 Personen auf der Tagesetappe von Bad Bramstedt nach Alveslohe mitgepilgert. Er fasste sein Erlebnis zusammen: „Es war eine einmalige Verbindung von Glauben und Bewegung, Natur und Gemeinschaft!“

Vier Personen werden von Flensburg bis Paris pilgern, eine davon ist eine Schwedin. Sie hat in Lund die Staffel übernommen – und eine Flasche Wasser, die sie gelegentlich anfüllt und mit der sie auch schon frisch angepflanzte Bäume wässerte. Das Wasser trägt wie symbolisch den Geist der Reise und die Forderungen der Bewohner der verschiedenen Länder und Landstriche nach Paris. Dort wird die Pilgertruppe im November auf der Weltklimakonferenz die Forderungen nach Klimagerechtigkeit überreichen.

Der Abend wurde im Gemeindehaus mit Suppe und Brot (Spende vom Biosupermarkt Erdkorn) und intensiven Gesprächen fortgesetzt.

Abendbrot

Tänze für den universellen Frieden rundeten den Abend ab. Gabriele Ackermann aus Hamburg begleitete mit ihrer Gruppe das gemeinsame meditative Singen und Tanzen. Dann endlich konnten die Pilgernden die Pläne für den nächsten Tag (die Etappe führt nach Pinneberg) besprechen und ihre müden Füße ausruhen…