Geht doch weiter!

"Geht doch weiter!" Fortsetzung des Formats "Ökumenischer Pilgerweg für Klimagerechtigkeit"Der Ökumenische Pilgerweg für Klimagerechtigkeit setzte 2015 einen starken Impuls für Klimagerechtigkeit. Dabei knüpfte er an die Aktivitäten der entwicklungspolitischen Klimaplattform an. Diese sehr gute und wirksame ökumenische Kooperation zu Klimagerechtigkeit, die im Kontext des Pilgerwegs entstanden ist, soll weiter fortgeführt und gestärkt werden. Vertreter des Lenkungskreises des Pilgerwegs und der Steuerungsgruppe der entwicklungspolitischen Klimaplattform haben dazu angeregt, ein „Ökumenisches Netzwerk Klimagerechtigkeit“ zu bilden, um Kräfte zu bündeln, gemeinsam mehr für Klimagerechtigkeit zu erreichen und zur Umsetzung des Pariser Abkommens mit beizutragen.

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Dezember / COP21 in Paris: Pilger zeigen dass es geht!

Einfach machen statt reden – Für Hildegard Wöhle ganz einfach. Sie steht mit Rucksack und Wanderstöcken mitten in Paris in der Kirche Saint Merry; vier Wochen Fußmarsch durch Deutschland und Frankreich als Klimapilgerin liegen hinter ihr. „Nicht nur die Politik trifft Entscheidungen, sondern auch jeder einzelne von uns. Ob weniger sichtbar, wenn wir zu Hause Müll vermeiden, oder nach außen deutlich, wie mit dem Klimamarsch nach Paris“.
Pilgerinnen und Pilger aus allen fünf Kontinenten waren am vergangenen Wochenende pünktlich zum Start der UN-Klimakonferenz COP21 nach Paris gekommen – mit den unterschiedlichsten Gründen, sich für ein gerechtes und verbindliches Abkommen stark zu machen.

Lesen Sie den ganzen Beitrag auf der Webseite von Misereor


Bedford-Strohm in St. Denis: „Klimapolitik ist Flüchtlingspolitik der Zukunft“
28. November 2015

In einer internationalen Andachtsfeier vor Beginn der UN-Klimakonferenz in Paris hat der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, zur Zusammenarbeit im Kampf gegen die Klimaerwärmung aufgerufen. „Als Christinnen und Christen erkennen wir die Wunde der Ungerechtigkeit, die in unserem Zusammenleben klafft: Während einige viele Ressourcen unserer Erde verbrauchen, gehen andere leer aus“, sagte Bedford-Strohm in der Pariser Basilika St. Denis. Die Ungerechtigkeit der gegenwärtigen Situation sei nicht zu übersehen.

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Der weite Weg nach Paris: Ein Zeichen für Klimagerechtigkeit
Pilger aus aller Welt erinnerten die Politik an ihre Verantwortung

In seiner nordfriesischen Heimat wurde der Deich schon vor über 30 Jahren um einen Meter erhöht – nach einer Sturmflut. Damals, so erzählt Erwin Nissen, dachte noch kein Mensch an den Klimawandel und seine Folgen. Mittlerweile sind alle Deiche an der deutschen Nordseeküste höher. „Das Wasser steigt weltweit“, sagt der 66-Jährige aus Leck in Schleswig-Holstein. Er gehört zum „harten Kern“ der fünf Klimapilger, die den 1370 Kilometer langen Weg von Flensburg nach Paris zu Fuß zurückgelegt haben.

„Geht doch!“ war das wortspielerische Motto des ökumenischen Pilgerns für Klimagerechtigkeit vom Nordkap bis Paris, zu dem Kirchen, Entwicklungsorganisationen und Naturschutzverbände aufgerufen hatten. Zwischen 50 und 350 Pilger waren täglich auf dem westfälischen Streckenabschnitt zwischen Leeden und Schwelm unterwegs.

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24. November

Finale des Ökumenischen Pilgerwegs für Klimagerechtigkeit am 27. und 28. November in Paris
Von Flensburg nach Paris zur UN-Klimakonferenz: viele Schritte, viel bewegt, viel erreicht!

Zweieinhalb Monate nach dem Start findet der Weg in Paris nun seinen Abschluss. In Paris verhandeln die 195 Vertragsstaaten der UN Klimarahmenkonvention (United Nations Climate Convention on Climate Change, UNFCCC) über ein global verbindliches Klimaabkommen, um die Erderwärmung zu begrenzen.

Die Terrorangriffe auf die Zivilbevölkerung im November in Paris erschütterten die Welt. Wir sind in Gedanken bei den Opfern dieser entsetzlichen Anschläge und ihren Angehörigen. Uns haben auch viele Nachrichten von den Pilgerinnen und Pilgern von unterwegs erreicht, die ihre Betroffenheit und Mitgefühl bekunden. Einige Pilgerinnen und Pilger haben den Weg abgebrochen, wir haben aber auch von Pilgerinnen und Pilgern das Signal erhalten, dass sie den Weg trotz der Geschehnisse in Frankreich weiter begleiten. Wir haben jedoch großes Verständnis für jene, die den weiteren Weg absagen. Selbst wenn wir nur mit einer kleineren Gruppe als geplant am kommenden Wochenende nach Paris einlaufen, setzen wir damit auch unter dem dunklen Schatten der Attentate ein Zeichen für ein gerechtes Abkommen bei der Klimakonferenz.
Unsere Planungen für das Finale des Pilgerwegs in Paris sind durch die Anschläge durcheinander geraten. Derzeit ist die Sicherheitslage immer noch sehr angespannt und ändert sich täglich. Die zentrale Demonstration am 29.11. ist abgesagt. Für unsere Pilgerinnen und Pilger werden wir aber einen guten Abschluss ihres langen Wegs gestalten. Die Programmplanung dafür finden Sie hier – bitte nach wie vor unter Vorbehalt zu betrachten, da sich durch die Vorgaben der Behörden in Paris immer noch Änderungen ergeben könnten.
Fast 1500 Kilometer haben die Pilgerinnen und Pilger zurückgelegt, die am 13.September in Flensburg gestartet sind. Insgesamt waren knapp 5000 Menschen mit auf dem Weg unterwegs – entweder für einen Tag, mehrere Tage oder Wochen bis hin zur ganzen Strecke über drei Monate.
Von Flensburg über Hamburg, Bremen, Münster, Osnabrück, Dortmund, Wuppertal, Köln, Trier liefen die Pilgerinnen und Pilger durch Deutschland, in Frankreich führte die Strecke über Metz Châlons-en-Champagne und Montmirail in die französische Hauptstadt.
Hunderte von freiwilligen und ehrenamtlichen Helfern und Unterstützern haben den Pilgerweg mitorganisiert, begleitet, Programmpunkte gestaltet und den Pilgerinnen und Pilgern Unterkunft und Verpflegung gewährt.

Wofür sind wir eigentlich gepilgert?

Unsere Forderungen:

Klimagerechtigkeit muss Leitlinie des Klima-Abkommens von Paris sein!
Forderungen der Aktion „Geht doch! Ökumenischer Pilgerweg für Klimagerechtigkeit“ an die Vertragspartner der Klimarahmenkonvention
Mit der Aktion „Geht doch! Ökumenischer Pilgerweg für Klimagerechtigkeit“ bestärken wir Sie als Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger bei den internationalen Klimaverhandlungen, eine neue und weitreichende Strategie für Klimagerechtigkeit zu entwickeln und umgehend mit deren Umsetzung zu beginnen.

Wir fordern von Ihnen, als politisch Verantwortliche in aller Welt:

Ein rechtlich verbindliches und faires Klimaabkommen – jetzt!
Wir fordern ein rechtlich verbindliches, faires Klimaabkommen, das ab 2020 das Kyoto-Protokoll ablöst: Tun Sie alles, was in Ihrer Macht steht, damit alle Staaten entsprechend ihrer Möglichkeiten zur Reduktion von Treibhausgasen beitragen, und gehen Sie selbst mit gutem Beispiel voran.

Gerechte, ehrgeizige und dauerhafte Klimaschutzmaßnahmen
Vereinbaren Sie auf nationaler und internationaler Ebene gerechte, weitreichende und dauerhafte Klimaschutzmaßnahmen, die den Klimawandel stoppen und die globale Erderwärmung deutlich unter 2 Grad Celsius halten können. Wir brauchen dafür ein Abkommen mit einer langfristigen Zielaussage, die einen Ausstieg aus der Nutzung fossiler Energieträger und eine Zukunft mit 100% erneuerbaren Energien vorsieht.

Eine deutliche Erhöhung der finanziellen Mittel für Anpassung und Klimaschutz Vereinbaren Sie eine deutliche Erhöhung der finanziellen Mittel für notwendige Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel, für durch ihn hervorgerufene Verluste und Schäden und für die Unterstützung einer nachhaltigen, kohlenstoffarmen Entwicklung für die Menschen, die in den besonders vom Klimawandel betroffenen Ländern in Armut leben.
Als christliche Organisationen laden wir religiös motivierte Pilger und Pilgerinnen und alle, die sich für Klimagerechtigkeit auf den Weg machen wollen, ein gemeinsam mit Menschen aus verschiedenen Ländern Europas und von allen Kontinenten zur 21. Weltklimakonferenz nach Paris zu pilgern. Wir sind besorgt über den immer stärker spürbarer werdenden Klimawandel, der vor allem die Menschen im globalen Süden trifft. Hierin sehen wir eine fundamentale ethische Herausforderung der heute lebenden Generationen. Unser Wirtschaftsmodell und unser Lebensstil im globalen Norden haben erheblich dazu beigetragen, dass Treibhausgase die Atmosphäre immer weiter belasten.
Wir verstehen den Ökumenischen Pilgerweg als Einladung an alle, sich mit der Verantwortung für die Schöpfung auseinander zu setzen: Wir besuchen auf dem Weg viele gute Beispiele für den Klimaschutz, aber wir pilgern auch zu Orten, die daran erinnern, dass ein klimafreundlicher, zukunftsfähiger Weg erst noch gefunden werden muss.
Wir sind überzeugt, dass mit der gemeinsamen Anstrengung aller Menschen, die globale Erwärmung begrenzt und eine gerechte Welt gestaltet werden kann. Wir sind dazu bereit, nicht zuletzt, indem wir uns um einen solidarischen und nachhaltigen Lebensstil bemühen.

Gehen Sie mit!

Der Trägerkreis der Aktion „Geht doch! Ökumenischer Pilgerweg für Klimagerechtigkeit“
Bischöfliche Aktion Adveniat, Arbeitsgemeinschaft der Umweltbeauftragten der deutschen (Erz-)Diözesen, Arbeitsgemeinschaft der Umweltbeauftragten der evangelischen Landeskirchen, Brot für die Welt, Bund der Deutschen Katholischen Jugend, Deutsche Ordensobernkonferenz, Diözese Münster, Diözese Speyer, Entwicklungspolitische Klimaplattform der Kirchen, Entwicklungsdienste und Missionswerke, Evangelische Kirche im Rheinland, Evangelische Kirche in Deutschland, Evangelische Kirche von Westfalen, Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland, Evangelisch-methodistische Kirche, Kindermissionswerk „Die Sternsinger“, Bischöfliches Hilfswerk Misereor, Vereinte Evangelische Mission, Zentralkomitee der deutschen Katholiken, Zentrum für Mission und Ökumene – Nordkirche weltweit


 

17. November, Metz – Mars la Tour

Aujourd’hui, nous passons la frontière entre la Moselle et la Meurthe et Moselle. Cette frontière correspond à la limite de la zone d’annexion de l’Alsace-Moselle de 1870 à 1918. Ce secteur géographique est celui d’une bataille très meurtrière du 16 au 18 aout 1870 (guerre franco-prussienne). Marcher pour la justice climatique c’est aussi marcher pour la paix. Ces lieux nous ont rappelé combien l’amitié franco-allemande est essentielle en Europe.

Heute passieren wir die Grenze zwischen den Departements Moselle und Meurthe et Moselle. Diese Grenzlinie markiert, wie weit das Elsass-Moselle von 1870 bis 1918 annektiert war. Dieser geographische Abschnitt war Schauplatz einer mörderischen Schlacht vom 16. bis zum 18. August 1870 (deutsch-französischer Krieg). Der Marsch für Klimagerechtigkeit ist auch ein Marsch für den Frieden. Dieser Ort hat uns in Erinnerung gerufen, wie wichtig die deutsch-französische Freundschaft in Europa ist.

ER4

Temps de pause à Vionville. Le vent sur le plateau nous transperce un petit peu mais le café et les gâteaux nous ont réchauffés tout autant que l’excellent accueil des habitants de ce village.

Pause in Vionville. Der Wind auf der Hochebene ist etwas schneidend, aber durch Kaffee und Kuchen fühlen wir uns innerlich erwärmt, ebenso wie durch den vortrefflichen Empfang durch die Dorfbewohner.

ER5

Non, notre guide sous son béret n’est pas perdu. Nous sommes à quelques dizaines de mètres d’un mémorial de la guerre de 1870 et toute une partie du groupe s’y est rendue.

Nein, unser Pilgerführer mit seiner Baskenmütze hat sich nicht verlaufen. Wir sind ganz in der Nähe eines Kriegerdenkmals von 1870 und ein großer Teil unser Gruppe hat sich dorthin begeben.

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